Digitale Sonderausstellung: Eidgenössische Siegel

Zeichen der Macht im Bundesbriefmuseum

Siegel von Schwyz

Im Bundesbriefmuseum in Schwyz ist ab sofort eine „digitale Sonderausstellung“ zu sehen. Eine  Computerstation informiert über die wichtigsten Zeichen der politischen Macht im Mittelalter: die Siegel.

Rechtliche Bedeutung und Selbstdarstellung

Siegel sind heute fast vollständig aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Doch im Mittelalter war das Siegel die wichtigste Form der Beglaubigung und entsprachen den heutigen Unterschriften. Ein Bündnis wurde erst gültig durch das Anbringen der Siegel.

Siegel von Appenzell

Neben diesem praktischen Nutzen hatten Siegel auch eine grosse symbolische Bedeutung. Das Siegel war eine Art Stellvertreter, auf dem sich eine Stadt oder ein Ort selbst darstellte. Dafür wählte man Symbole, die uns teilweise noch heute vertraut sind – im Stadtsiegel von Bern war ein Bär zu sehen und in Uri dominierte schon im 13. Jahrhundert der Stier.

Hintergründe und Interessantes

Im Bundesbriefmuseum wird neu mit einer Computerstation über die mittelalterlichen eidgenössischen Siegel, ihre Form und Bedeutung informiert und erklärt, wie man sich gegen Fälscher schützte und was der Grund dafür ist, dass heute niemand mehr Siegel verwendet. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, was die einstigen Siegelbilder mit den heutigen Kantonswappen zu tun haben - wie etwa ein Schafbock aufs Wappen von Schaffhausen kam oder warum Zürich zwar drei Heilige im Siegel trägt, diese aber vom Wappen verschwunden sind.

Siegel von Zürich
Siegel von Schaffhausen
Siegel von Bern